Der beste Abfall ist der, der überhaupt nicht entsteht. Ein großes Optimierungspotential bei der Einsparung von Ressourcen besteht nach der Anschaffung bzw. dem Gebrauch zwischen der Entscheidung, dass man sich von etwas entledigen will und der Behandlung durch die Entsorgungswirtschaft.

  • Wir fordern, dass die Stadt Köln ein flächendeckendes, lebendiges Reparatur- und Sharingnetz schafft. Teil dieses Netzes sind Reperatur-Cafés auf der einen Seite, in denen Bürger:innen Geräte unter Anleitung reparieren können, die sie sonst weggeworfen hätten, und Mikrodepots für Wertstoffe und funktionsfähige Produkte auf der anderen Seite, zu denen Bürger:innen Gegenstände bringen können, die sie nicht mehr nutzen möchten. Diese Mikrodepots folgen dem Motto “Ich brauch’s nicht, brauchst Du’s?” und für sie gibt es zahlreiche kommunale Vorbilder.
  • Privatwirtschaftliche Unternehmen verfolgen ähnliche Ansätze und vermarkten reparierte Waren, insbesondere IT-Produkte, mit einer “Refurbished” (wiederaufbereitet) Kennzeichnung (Apple, Ikea, Amazon, Conrad, PEARL, Nikon, DJI). Unserer Zielvorstellung nach sollte es genügend Stationen in allen Veedeln geben, funktionsfähige Geräte und Gegenstände anzubieten, so dass den Besitzer*innen eine Entsorgung unattraktiv erscheint. Mit der Bereitstellung von Waren wäre endlich auch die Mitnahme von sperrigen Abfällen und entsorgten Lebensmitteln legalisiert, da Besitzverhältnisse eindeutig geklärt wären. Weiterverwendung von Produkten darf nicht illegal sein!
  • Die Mikrodepots sollen gemeinschaftliche Sammelaktionen in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Universitäten, Firmen, Reparaturcafés, Flohmärkten, Gebrauchtwarengeschäften, oder Tauschbörsen veranstalten. Die Vernetzung dieser Warenströme ist ausbaufähig und bedarf einer Förderung durch die Stadt.
  • Das Angebot soll ergänzt werden durch eine Online-Plattform, die lokale Tauschbörsen wie die AWB-Tauschbörse, nebenan.de oder Wohnungsbaugesellschaften miteinander vernetzt. Weitere Akteur:innen:: iglu – kiss the inuit, coelln-konzept.de, NETT-Werk Köln, SKM Sozialkaufhäuser wie defloh oder MüTZe etc..
  • Sharing-Netzwerke müssen mit einer zielgruppengerechten Kommunikation zum Thema Wiederverwertung begleitet werden, um die damit verbundenen ökologischen und ökonomischen Vorteile aufzuzeigen und dieses nicht nur für einkommensschwache und ökologisch sensibilisierte Haushalte relevant zu machen.
  • Wir fordern eine Ausdehnung von Feuerwerksverbotszonen für private Zwecke auf das gesamte Stadtgebiet. Von der Öffentlichen Hand organisiertes Feuerwerk darf in Ausnahmefällen genehmigt werden. Insbesondere in Naturnähe sind Feuerwerke einzustellen. Feuerwerksprodukte sind mit einer Feuerwerkssteuer zu versehen, die der Reinigung von Grünflächen zu Gute kommen soll. Am Ende von Veranstaltungen wie Kölner Lichter sind die Besucher:innenflächen auszuleuchten, damit keine liegen gelassenen Abfälle übersehen werden.

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