Unsere Vision

Diese Forderungen richten sich an den Stadtrat, die Stadtverwaltung, die derzeitige Bürgermeisterin sowie alle folgenden Bürgermeister:innen. Als überparteiliche Bewegungen sprechen wir hiermit jede Partei und jede:n Vertreter:in einer Partei sowie parteilose Abgeordnete des Stadtrates an.

Köln im Klimanotstand

 Climate risk and response: Physical hazards and socioeconomic impacts
January 16, 2020 | Report
McKinsey 2020: Climate risk and response: Physical hazards and socioeconomic impacts
Global Trends to 2030
CHALLENGES AND CHOICES FOR EUROPE
Global Trends to 2030
CHALLENGES AND CHOICES FOR EUROPE
Risikoschätzung Weltwirtschaftsforum
Die große Beschleunigung

Die Klimakatastrophe stellt die größte Bedrohung für Menschheit und Ökosysteme im 21. Jahrhundert dar. Bis 2019 hat sich die Erde laut Weltklimarat (IPCC) im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bereits um circa ein Grad Celsius erwärmt und dieser Prozess beschleunigt sich weiter. Die aus dem Klimawandel resultierenden Folgen wie die Häufung extremer Wetterereignisse, das Artensterben, globale Fluchtbewegungen, Ernteeinbußen und die Ausbreitung von Krankheitserregern stellen bereits heute eine reale Bedrohung für uns alle dar.

Während wir auf die Kipppunkte im Klimasystem zusteuern, sind unsere Generationen die ersten, die die Folgen der Erderwärmung spüren und gleichzeitig auch die letzten, die sie aufhalten können.

Die Klimakrise ist kein Problem der Zukunft mehr, sie ist bereits heute grausame Realität – und das nicht nur im globalen Süden. Auch bei uns in Deutschland und in Köln zeigt der Klimawandel seine ersten Auswirkungen: Die letzten Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung und schon jetzt kämpfen Landwirt:innen mit großen Ernteausfällen. Auch im Veedel gehört der Klimawandel längst zur bitteren Realität, lässt Bäume und Parkanlagen vertrocknen und macht insbesondere älteren Personen schwer zu schaffen.

Es herrscht ein breiter wissenschaftlicher Konsens über die konkrete Bedrohung durch die globalen Veränderungen des Klimas und über die Dringlichkeit schnellen Handelns; auch und insbesondere auf kommunaler Ebene.

Ein nachhaltiger Umgang mit unserem Planeten muss zur Norm unseres gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Handelns werden. Daher fordern wir die Stadt Köln auf, weitreichende Veränderungen in Richtung Nachhaltigkeit zu vollziehen. Wir fordern die Ausschöpfung aller kommunalen Möglichkeiten zur Begrenzung der Klimakatastrophe und somit nicht mehr als die Wahrnehmung der ethischen Verpflichtung zur Vermeidung unsäglichen Leides.

Wir fordern keine bloßen Phrasen oder überzogene Utopien – was wir fordern ist maximale Schadensbegrenzung und Transformation zu mehr Nachhaltigkeit. Zudem bieten wir unsere Erfahrung, Expertise, Ideen, Kontakte, unser “Best Practice”-Wissen und unsere Kommunikationskanäle zur Unterstützung dieses Prozesses an.

Wir wollen stolz sein auf Köln als eine Stadt, die mutig vorangeht im Kampf gegen die Klimakatastrophe durch Maßnahmen, die in enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft erarbeitet und als effektiv und zielführend anerkanntermaßen geeignet sind, um die Erreichung des 1,5°-Ziels zu gewährleisten.

Für ein klimaneutrales Köln bis 2030

Für eine Chance, die Erderwärmung auf unter 1,5 °C zu begrenzen, muss Deutschland spätestens bis 2035 klimaneutral sein, besser noch früher. Wir wollen Köln zu einem Klimaschutz-Vorreiter machen und fordern für Köln Klimaneutralität bis 2030. Dieses ambitionierte Ziel erreicht man nicht mit Lippenbekenntnissen.

Die Klimawende muss in Kölns Kommunalpolitik endlich höchste Priorität beigemessen werden. Diese muss sich in konkreten politischen Entscheidungen und in den Budgets widerspiegeln. Wir fordern daher, dass die Stadt Köln ein 6 Milliarden-Euro-Programm für die nächsten 10 Jahre auflegt. Das bedeutet 600 Millionen jährlich: 100 Mio. Euro für Radausbau, 100 Mio. Euro für Kapazitätserweiterungen der KVB, 100 Mio. Euro für die Transformation der Rhein-Energie zum reinen Ökostromanbieter, 100 Mio. für Ladeinfrastruktur, 100 Mio. Euro für Klimabildung und -Kommunikation, und 100 Mio. für energetische Sanierung.

Die Klimawende ist eine Menschheitsaufgabe, der sich jedes Land und jede Kommune stellen muss. Sie kann nur mit ambitionierten Kennzahlen und entsprechenden Budgets erfolgreich sein. Hierbei soll Köln in vollem Umfang von den EU-Fördertöpfen zum Green New Deal Gebrauch machen. 6 Milliarden Euro – das sind gut 10% des jährlichen Haushalts der Stadt Köln. 10% für 100% Klimaneutralität bis 2030.

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