Zwei wichtige, eng miteinander verbundene Themen einer zukünftigen klimaresilienten Stadt sind der Erhalt der Biodiversität und eine an die durch die Erderwärmung verursachten Bedingungen angepasste Pflege und Kultivierung des Bestandsgrüns. Für diesen Zweck müssen mehr Grünflächen ökologisch aufgewertet und umgewandelt werden, was unbedingt durch die enge Einbindung sowohl wissenschaftlicher Expertise als auch durch die Beteiligung der Kölner Bürger:innen direkt vor Ort geschehen soll.

  • Wir fordern die ökologische Aufwertung öffentlicher Grünflächen (Parks, Friedhöfe, Straßenränder), durch die Umwandlung von 30 % der Rasenflächen in Wiesen bis 2025, indem z.B. Blühwiesen mit regionalen Wildblumensaaten angelegt werden.
  • Auch sollen durch die Reduzierung der pflegerischen Maßnahmen wie die Entfernung von Laub und Totholz wertvolle Lebensräume für Tiere erhalten werden, da diese einen hohen ökologischen Mehrwert besitzen.
  • Auch fordern wir eine Verpflichtung zur Anbringung von Nistkästen an öffentlichen Gebäuden, auch sollen Anreize und Unterstützung zur Anbringung von Nistkästen in privaten Haushalten gegeben werden.
  • Da die Lichtverschmutzung gerade in städtischen Gebieten eine nicht unwesentliche Beeinträchtigung für Pflanzen- und Tierwelt darstellt, ist eine weitreichende Reduzierung der Lichtemissionen notwendig. Neben dem Einsatz intelligenter und tierfreundlicher Beleuchtung sollte die Illuminierung von Gebäuden minimiert werden, bzw. in unmittelbarer Nähe zum Grünsystem gänzlich untersagt werden (z.B. die Illuminierung des RheinEnergie Stadions).
  • Zum Schutz des städtischen Waldes müssen die Baumbestände allmählich an die klimatisch wärmeren Bedingungen angepasst werden. Da die forstliche Bewirtschaftung (Durchforstung) die Bestände hingegen anfälliger macht, die Biodiversität vermindert und durch den Einsatz schwerer Maschinen die Waldböden schädigt, fordern wir den Stopp der Durchforstung des Kölner Stadtwaldes und eine Ausweitung der Naturwaldentwicklungsflächen von 16 % auf 50 % der Gesamtfläche der städtischen Wälder bis 2030.
  • Die forstlich bewirtschafteten Flächen sind ökologisch schonend und klimaresistent zu bewirtschaften, z.B. durch den Verzicht auf den Einsatz schwerer Maschinen, die die Böden durch Verdichtung schädigen.
  • Als wichtigen Beitrag zur CO2-Speicherung, Erhaltung der Artenvielfalt und zur Erhöhung der Lebensqualität durch ein vielfältiges naturnahes Erholungsangebot fordern wir die Forcierung von Projekten zur Renaturierung und ökologischen Aufwertung degradierter Flächen, wie die Offenlegung verrohrter Bäche und einen 15 Meter breiten Schutzstreifen für Bäche, die nicht zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet werden können. Außerdem soll die Wiedergewinnung degradierter Moorflächen durch Wiedervernässung eingeleitet werden.
  • , um auch diese Böden und die Umgebung zu schützen, in ihrer Qualität zu erhalten und aufzuwerten. Zu diesem Zwecke sollen neue Pachtverträge an die genannten Bedingungen geknüpft werden.
  • Wir fordern ein Ernährungskonzept für die Stadt Köln, das den Anteil der Regionalversorgung in der Stadt deutlich erhöht (mindestens 20%). Bei der Erarbeitung sind die lokalen Ernährungs-Akteur:innen wie der Ernährungsrat einzubinden. Ein zentrales Element des Konzepts sind Regionalzentren, die regionale Ware bündeln und vorverarbeiten, und eine klimafreundliche Logistik. Marktstände sollten vorwiegend an regionale/ ökologische Anbieter vergeben werden

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