Köln auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune

Ein Großteil von Kölns gebauter Umwelt steht unter mehr oder weniger direkten Einfluss der Stadt Köln. Dazu gehören etwa Verwaltungsgebäude, Schulen, Straßen, Plätze aber auch die Liegenschaften von Gesellschaften in städtischem Eigentum. Die Stadt Köln muss dabei Vorbildcharakter haben und das vorleben, was auch privatwirtschaftlich umgesetzt werden muss, um dem Ziel der Klimaneutralität gerecht zu werden.

Konkret muss sie ihren Einfluss nutzen, damit alle städtischen Gebäude sowie alle Planungs- und Immobiliengesellschaften in städtischem Eigentum, wie z.B. die GAG als größter Vermieter in der Stadt Köln, die Entwicklungsgesellschaften moderne Stadt und modernes Köln etc. bis 2030 klimaneutral werden.

Dies gilt auch für die städtischen Eigengesellschaften unter dem Dach der Stadtwerke Köln GmbH (RheinEnergie AG; Kölner Verkehrs-Betriebe AG; Häfen und Güterverkehr Köln AG; Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH; KölnBäder GmbH; AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH & Co. KG) etc. Die Stadt Köln muss daher maßgeblichen Einfluss auf die unternehmerischen Entscheidungen geltend machen. Dabei sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:

Bauen ist ein wesentlicher CO2-Emissionsfaktor. Daher gilt der Grundsatz: Erhalt und Weiterentwicklung von Bestandsgebäuden vor Neubau. Der Flächenverbrauch sowohl für Gebäude als auch Infrastruktur ist weitmöglichst zu verringern.

Die Stadt muss die energetische Sanierung aller Gebäude im städtischen Besitz bis 2030 vollzogen haben, damit diese einen hohen Energieeffizienzstandard erreichen.

Die Stadt Köln hat dafür Sorge zu tragen, dass die Weiterentwicklung von Bestandsbauten nach DGNB-Standards zertifiziert werden. Alle Neubauten müssen das DGNB-Zertifikat Platin erreichen.

Grundsätzlich sind bis 2040 bei Sanierung und Bauen Baumaterialien zu verwenden, deren gesamte graue Energie“ (inkl. Herstellung, Transport, Verarbeitung und Entsorgung bzw. Wiederverwendung) 50% unter dem Durchschnitt von 2020 liegt.

Bei Bauvorhaben unter städtischem Einfluss ist das cradle to cradle-Prinzip von Anfang an zu berücksichtigen: Sanierbarkeit, Umnutzbarkeit und Rückbaubarkeit der Gebäude sowie die Wiederverwendbarkeit von Bauteilen muss gewährleistet sein.

Die GAG muss Köln zur Leuchtturmstadt mit europaweiter Ausstrahlung für die Erarbeitung von Konzepten für suffizientes Wohnraummanagement entwickeln, damit Wohnraum hochqualitativ und effizienter genutzt wird, zum Beispiel durch Mehrgenerationenprojekte, geteilte Gemeinschaftsräume, Schalträume, Nachbarschafts-Gästezimmer, Wohnungstausch usw.

Wir fordern den Umbau aller öffentlicher Plätze mithilfe einer großzügigen blauen und grünen Infrastruktur (Wasser und Vegetation) zu kühlen Inseln. Eine entsprechende Umgestaltungswelle muss – ausgehend vom Ottoplatz und dem Breslauer Platz – sofort beginnen.

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