Köln stellt die Fernwärmeversorgung auf Erneuerbare Energien um

Das „Netzwerk 2035“ richtet anlässlich der Kommunalwahlen 13 Forderungen an die politischen Akteur*innen in Köln. Die Forderungen orientieren sich an einem Ziel, das sich die Stadt bereits selbst gesetzt hat: Klimaneutralität bis 2035! Heute:
ENERGIE- UND WÄRMEWENDE
1) Umstellung der Fernwärmeversorgung auf Erneuerbare Energien bis 2035
Noch immer wird die Wärme für die Fernwärme in Köln in den Kraftwerken und Blockheizkraftwerken der RheinEnergie mit Erdgas erzeugt. Bisher gibt es konkrete Planungen nur für eine Flusswärmepumpe mit einer Leistung von 150 MW in Niehl. Die klimaneutrale Fernwärmeerzeugung, insbesondere durch den Einsatz von Flusswärmepumpen, ist jedoch für Kommunen besonders relevant, da sie eine nachhaltige und zukunftssichere Lösung zur Reduktion von CO₂-Emissionen darstellt und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert.
Die Überlegungen der RheinEnergie für weitere Großwärmepumpen insbesondere an den Kraftwerksstandorten müssen in den nächsten Jahren en Details geplant, genehmigt und errichtet werden. Ergänzt werden müssen diese mit weiteren erneuerbaren Wärmequellen, so dass bis 2035 jederzeit ausreichend Wärme zur Verfügung gestellt werden kann. Wichtig ist dabei zu bedenken, dass das Fernwärmenetz in den nächsten Jahren noch einmal deutlich ausgebaut und zahlreiche weitere Gebäude angeschlossen werden sollen, so dass der Wärmebedarf zunehmen wird.
Um die Fernwärmeerzeugung zusätzlich effizienter und zugänglich für Erneuerbare Wärmequellen zu machen, sollte die bislang hohe Temperatur des Wassers im Fernwärmenetz (Vorlauftemperatur) von bis zu 135 °C im Winter schrittweise auf 80 °C (und 60 °C im Sommer) abgesenkt werden. Gebäude, die aufgrund mangelnder Energieeffizienz derzeit höhere Temperaturen benötigen, können mit zusätzlichen Booster-Wärmepumpen ausgestattet werden. Diese können nach der Sanierung der Gebäude dann wieder ausgebaut werden.
Ziel sollte sein, bis 2035 eine möglichst kostengünstige, effiziente, versorgungssichere und klimaneutrale Fernwärme zur Verfügung zu stellen. Dafür ist ein evidenzbasierter und verbindlicher Dekarbonisierungsplan für die Fernwärme zu erarbeiten und zu veröffentlichen.
Alle Forderungen zur Kommunalwahl 2025 findest Du auf der Seite der Klimawende Köln
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Das Netzwerk 2035
Das „Netzwerk 2035“ richtet anlässlich der Kommunalwahlen 13 Forderungen an die politischen Akteur*innen in Köln. Die Forderungen orientieren sich an einem Ziel, das sich die Stadt bereits selbst gesetzt hat: Klimaneutralität bis 2035 !
Unsere Punkte setzen an, wo dieses Ziel verschwimmt oder unterlaufen wird. Wo der Klimanotstand, den der Stadtrat 2019 ausgerufen hat, weiterhin unbeachtet bleibt. Wo Entscheidungen über den städtischen Raum, den wir uns alle teilen, nur wenige Einzelne begünstigen. Wir fordern eine klimagerechte und soziale Politik, weil Gesundheit und Lebensqualität jetziger und kommender Generationen hiervon nicht zu trennen sind.
Als Zusammenschluss der Kölner Klima-, Verkehrs-, Umwelt- und Naturschutzorganisationen sind wir breit aufgestellt und betrachten die städtische Politik aus vielfältigen Perspektiven. Uns ist bewusst: Für nachhaltige Lösungen gehen soziale, wirtschaftliche und ökologische Fragen Hand in Hand. Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung werden vor diesem Hintergrund nicht um ihrer selbst willen ergriffen, sondern sind ein Baustein lebenswerter und zukunftsfähiger Kommunen. Mit unseren 13 Forderungen zeigen wir exemplarisch, was notwendig und möglich ist, sobald der effektive Schutz von Mensch und Umwelt im Fokus der politischen Entscheidungsfindung steht.
Die politischen Vertreter*innen aller Einwohner*innen Kölns – im Stadtrat, den Bezirksvertretungen und in Position der*des OB – fordern wir auf, ihr Handeln zum Wohle der Stadt umfassend und konsequent am Ziel: Klimaneutral bis 2035 auszurichten.
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