Die Tagesschau ist im deutschen Fernsehen die Sendung mit der größten Reichweite.
Die Zeit unmittelbar vor der Tagesschau wird damit zum privilegiertesten Sendeplatz der ARD.

Der Kampf um die Klimarettung ist anders als andere Themenbereiche zu einer
Schlüsselfrage unserer Welt geworden. Wir haben die Erwartung an das öffentlich-rechtliche Fernsehen, dieser Bedeutung durch die Neukonzeption des Ressorts Klima mit einer Sendereihe „Klima vor acht“ Rechnung zu tragen.

Begründung

Weil wir wissen, dass nicht nur alle Menschen vom Klimawandel betroffen sind, sondern jeder Einzelne auch aufgefordert ist, sich den damit verbundenen Herausforderungen zu stellen, ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen in seiner Verantwortung prädestiniert, diesen Prozess in besonderer Weise zu unterstützen. Wir sehen in dieser Thematik den öffentlichen Auftrag, durch Kontinuität in der Informationsverbreitung Ruhe und Beständigkeit jenseits von Alarmismus in die Auseinandersetzung mit der Klimakrise zu bringen. Wir erwarten von einem öffentlichrechtlichen Sender eine sachlich fundierte Berichterstattung auf wissenschaftlicher Grundlage.

Professionelle Klimakommunikation muss an die Klimarealität angepasst sein und sie in Form von medialer Gestaltung anschaulich und begreifbar machen.

Charakter der Sendung:

Die angestrebte Sendereihe berichtet kontinuierlich vor dem Hintergrund der von der
Bundesregierung verabschiedeten Klimaziele für 2030 über Erkenntnisse, Maßnahmen und Erfolge aus den Bereichen

  • Politik/Verwaltung
  • Wissenschaft
  • Wirtschaft
  • Zivilgesellschaft

Damit kann die Sendung als eine gemeinverständliche Klima-Fortschrittsbilanz den Weg bis 2030 dokumentieren und begleiten. Gegenseitige Einblicke in die Aktivitäten der jeweils anderen Akteure in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen werden möglich. Die Kenntnis voneinander und das Verständnis füreinander bei den Bemühungen auf das gemeinsame Ziel hin würden gestärkt.

Am Ende wäre der Strang, an dem die Bundesrepublik Deutschland mit vereinten Kräften ziehen muss, fester!

„Klima vor Acht“ – Auswege aus der Klimakrise

Mögliche Inhalte der Sendung

  1. Wissenschaft
    • Klimaforschung: Klimafakten zu Ursachen, Entwicklungen, Folgen und
    Lösungsmöglichkeiten der Klimakrise
    • Wirtschaftswissenschaften: negative und positive Auswirkungen der Klimakrise auf die
    globale Wirtschaft, Möglichkeiten der ökologischen Ökonomie
    • Politikwissenschaften: notwendige Maßnahmen, Alternative Lösungen für politische
    Hemmnisse
  2. Politik/Verwaltung
    • Maßnahmen zum Klimaschutz– kommunal, regional, national, kontinental, global
    • Versäumnisse/Unterlassungen
    • Sozialer Ausgleich der Klimakosten
  3. Wirtschaft
    • Maßnahmen zum Klimaschutz
    • Verstöße gegen den Klimaschutz
    • Best-Practice-Beispiele/Modelle
    • Innovationen
    • Gemeinwohlökonomie als Beispiel alternativer Wirtschaftsordnung
  4. Zivilgesellschaft
    • Forderungen von Bürgerschaften
    • Aktivitäten von Bürgern, NGOs
    • Beteiligung, Citizenship in Prozessen zum Klimaschutz
    • Hemmnisse durch Bürgerschaften, Gegenbewegungen
    • Ängste in der Zivilgesellschaft
  5. Technologie
    • Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung
    • Technologische Umsetzungen
    • Leuchtturmprojekte
  6. Alltagstipps, Best-Practice-Beispiele
  7. Klimaschutz durch CO2-Einsparungen in der Industrie, Landwirtschaft, Verkehr/Mobilität,
    Bauen/Wohnen, Energieerzeugung
  8. Klimaanpassung
  9. Leitbild Nachhaltigkeit – Klimagerechtigkeit gegenüber jetzigen und zukünftigen
    Generationen
    10.Historische Verantwortung der Industriestaaten
  10. Stand der Umsetzung der Klimaziele für 2030

Appell als PDF

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