Klimanews to Go 01.11.2019

Klima-News to Go: Die Up- und Downsides in Sachen Klima  in dieser Woche im Rückblick:
        
Amazonas: Das Waldsterben geht weiter. Südamerika Expertin hat laut Artikel in der Welt diese Woche Berechnung veröffentlicht. In diesem Jahr verschwinden 18.000 Quadratkilometer Regenwald. Wenn das weitergeht, wären es im nächsten Jahr 70.000 – Fläche wie Österreich. Damit könnte schon 2021 der Kipppunkt erreicht werden. D.h. Der Dschungel kann nicht mehr genug Regen produzieren, um sich selbst am Leben zu halten. Damit wäre die Zerstörung unumkehrbar besiegelt und damit das Aussterben eines Fünftels aller Tier- und Pflanzenarten der Erde sowie eine Vernichtung des Lebensraumes der indigenen Völker. 
Hinzukommt: Bolsonaro hat Pestidize freigeben, die hier verboten sind. Diese werden auch per Flugzeug gespritzt und vergiften die Zivilbevölkerung, die Tiere und führen zu einem massenhaften Bienensterben, verseuchen Pflanzen, Tiere und Lebensmittel, die daraus hergestellt werden und die, per Import auch bei uns auf den Tisch kommen, der durch Mercorsur wachsen dürfte
Dringender Appell:
den Eil-Appell von Campact gegen das Mercosurabkommen unterzeichnen und die Petition von Greenpeace zum Schutz des Amazonas. Beide Petitionen sind leicht auf den Websiten zu finden. Jede Stimme zählt.

Uganda: Nationalpark Murchison Falls. Juwel Afrikas.600 Tierarten, Vogelwelt. Einizgartige Natur ist gefährdet. Es soll Öl gefördert werden. Total und China wollen über 40 Bohrlöcher bohren und täglich 200.000 Öl fördern. Plus Raffinerie und Pipeline-  Zerstörung des Naturraumes – auch hier Petition unter regenwald.org
 
Artensterben bei uns:
Aber auch bei uns sind laut einer aktuelle Studie der Techn. Uni München in dieser Woche in den letzten zehn Jahren 67 Prozent der Insekten verschwunden. Haben selbst Forscher nicht erwartet.
Greenpeace sagt dazu:
Die Ergebnisse dieser umfassenden Studie sind alarmierend. Die Tiere verschwinden massenhaft aus unseren Wäldern. Das ist die Folge einer Agrar- und Waldpolitik, die seit Jahrzehnten wirtschaftliche Interessen vor den Natur- und Artenschutz stellt
Die Warnung aus der Wissenschaft sollte auch von den Agrarpolitikerinnen und -politikern gehört werden, die an der Reform der EU-Förderpolitik für die Landwirtwirtschaft arbeiten. Wir können es uns nicht länger leisten, eine Agarindustrie mit Milliarden zu subventionieren, die mit dem großflächigen Einsatz von Pestiziden unsere Lebensgrundlagen zerstört. Die Fördermittel müssen gezielt einsetzt werden, um den Umbau zu einer nachhaltigen Landwirtschaft voranzutreiben, die zum Schutz von Arten und Klima beiträgt.
 
Klimaklage von drei Landwirten wurde gestern abgewiesen,  mangels Klagebefugnis. Sprich. Regierung kann nicht durch Gerichtsurteil zum Handeln gezwungen werden. Aber Berufung zugelassen. D.h. das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Offensichtlich wollen auch die Richter hier die Entscheidung durch zweite Instanz ermöglichen. Die Organisation sieht das Urteil als Teilerfolg. Immerhin habe das Gericht bestätigt, dass Klimaschutz Grundrechtsschutz sei. Hoffen auf eine 2. INstanz

Greta sollte den Umweltpreis des Nordischen Rates erhalten und hat ihn abgelehnt.
Sie wirft den nordischen Ländern vor, ihrer Vorreiterrolle nicht gerecht zu werden. Norwegen  habe dieses Jahr eine Rekordzahl an Lizenzen für Öl- und Gasfirmen verteilt. „Der einzige Preis, den wir wollen, ist eine gute Zukunft.“
 
Deshalb nächster KilmaAktionstag 29.11 – Save the Date

Klimanews to Go 18.10.2019

Klima-News to Go: Die Up- und Downsides in Sachen Klima  in dieser Woche im Rückblick:
   
    
  Es gibt besorgniserregende Nachrichten aus dem Amazonasgebiet. Dem brasilianischen Institut für Weltraumforschung zufolge ist die Entwaldung in den vergangenen neuen Monaten im Vergleci zum Vorjahreszeitraum um 93% gestiegen. Von Januar bis September wurden mehr als 7.800 Quadratkilometer entwaldet. Im  gesamten Jahr 2018 waren es knapp 5000. Das Tempo hat sich fast verdoppelt. Die Vernichtung des Regenwaldes bedroht das weltweite Klima, aber auch die indigene Bevölkerung. Vom 17. Oktober bis zum 20. November findet eine Kampagne unter dem Namen
    “Indigenious Blood” statt, bei der Führer der indigenen Stämme durch 12 Europäische Städte reisen, um die schwerwiegenden Verletzungen der Recht der indigenen Bevölkerung  und die Zerstörung des Amazonas anzuklagen. Ziel der Kampagne ist es den Druck auf die brasilianische Regierung zu erhöhen, die Vereinbarungen zum Klimaschutz einzuhalten und die Rechte der indigenen Stämme zu respektieren. Vom 23.10 bis 27.10 ist die Tour in Berlin und München.
   Aber auch wir können unterstützen, indem wir zum Beispiel den Eil-Appell von Campact gegen das Mercosurabkommen unterzeichnen und die Petition von Greenpeace zum Schutz des Amazonas.
  Beide Petitionen sind leicht auf den Websiten zu finden. Jede Stimme zählt.
    
    
   Nach einer Meldung im Handelsblatt will Zürich bis 2030 klimaneutral werden. Als Anfang wurde die sog. Greencity, in der der pro Kopf Verbrauch an Energie 200 Watt betragen, macht pro Jahr 17.500 KW. IN Greencity sollen rund 200 Menschen leben und arbeiten.
    Wie sieht so ein 2000 Watt Leben aus? Nicht nur die üblichen Verdächtigen: Solar auf dem Dach, Erdwärme, Autorfrei…Nein: Bewohner können mit einer App ihren Energieverbrauch messen.
    Und es werden Zugeständnisse gefordert: Die Wohnungen werden nicht mehr als 21 Grad warm, Zürich baut das Fernwärmenetz aus, erweitert erneuerbare Energien… aber auch die Schweiz wird laut Greenpeace die Ziele des Pariser abkommen nicht erreichen…Immerhin gibt es aber ambitionierte Ziele.
    
    Und bei uns:  Das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC und das Potsdam Institut haben diese Woche eine ausführliche Bewertung des Klimapaktes der Bundesregierung vorgelegt: Danach – wenig überraschend  – ist das Klimapaket nicht ausreichend um die Klimazeile 2030 zu erreichen: Die Politik muss demnach in vier Punkten nachstreuern:
   den Co2 Preis erhöhen,
   den sozialen Ausgleich verbessern,
   die Überführung auf EU Ebene weiter ausgestalten einen effektiven Monitoringprozess einführen.
   
   Ohne beherzte politische Maßnahmen wird es aber  nicht gehen. Denn Abfall, Abwasser, Luftqualität, Ozonloch, Asbest –  kein einziges dieser Probleme hat der Markt durch Eigenverantwortung allein gelöst, so der Züricher Klimaforscher Dr. Reto Knutti. Ziele wurde nur deutlich erreicht, wenn der Staat die Gesetze dafür gemacht hat….und zwar effektive. Das ist das Klimapaket nicht. Es ist eine Klimakuschelpäcken, das keinem wehtun will.   Aber das wird nicht funktionieren. Und deshalb sind wir wieder heute hier.
    
    
    Rojava: Ist eine weitgehend autonome kurdische Region im Norden Syriens.   
    Die Grundprinzipien sind Basisdemokratie, Gleichstelllung der Frauen und Ökologie. Ziele sind sine die Aufforstung der vom Krieg zerstörten Landschaft Bau von Windräder.
    Die Türkei startet Angriffe auf Rojava und Nordsyrien. Wir protestieren gegen diese völkerrechtswidrigen Angriffe und Krieg. Morgen findet dazu eine Demonstration in Köln statt. Treffpunkt ist um 11:30 am Chlodwigplatz. Kommt zahlreich.
    
    

Klimanews to Go 11.10.2019

Klima-News to Go: Die Up- und Downsides in Sachen Klima  in dieser Woche im Rückblick:
 
 Die Bundesregierung hat ihr ohnehin schwaches Klimapaket weiter verwässert.
Das 1,5 Grad-Ziel ist damit nicht zu erreichen. Zu dieser leider desaströsen Entwicklung
werden wir nachher noch mehr hören
 
   Der Kreis Lippe hat am Dienstag dieser Wochen den Klimanotstand erklärt.
    Es werden immer mehr und das ist gut so.
    
    Weltweit demonstriert XR diese durch Aktionen des zivilen Unhorsams für mehr Klimaschutz
     In London werden  mehr als 1000 Aktivisten festgenommen. Auch in Berlin finden zahlreiche Blockaden statt.
  Der Druck der Straße bleibt. 
  
    Vor ein paar Wochen waren die Schlagzeilen in der Presse voll davon: Der Amazonas brennt.
    Jetzt liest man nicht mehr viel davon. Fakt ist: Der Amazonas brennt weiter. Täglich fallen unzählige
    Bäume den Bränden zum Opfer. Auch in diesem Augenblick wird ein Stück der grünen Lunge der Welt vernichtet.
    In Kritik steht daher auch das Mercorsur Abkommen. Ein Handelsabkommen, das die EU mit Brasilien,
    Argentinien, Paraguay und Uruguay abgeschlossen hat, um den Handel zwischen der EU und den Mercorsurstaaten zu fördern.
    Es wird befürchtet, dass dieses Abkommen eine weitere Abholzung des Amazonas beschleunigt.
    Am Montag dieser Woche haben Experten der renommierten London School of Economics eine Ersteinschätzung
    veröffentlicht, wonach die südamerikanischen Fleischproduzenten von dem Abkommen am meisten profitieren. 
    Die Regierung Merkel hält bisher unverändert an dem Abkommen fest.
    Währenddessen demonstrieren in Bolivien 1,5 Millionen Menschen gegen die Gesetze, die das Abholzen
    des Regenwaldes erlauben.
    Dazu sagt Luisa Neubauer: Wenn 1,4 Mio nicht reichen, wie viele sollen noch protestieren? Wenn 26.000 nicht reichen, wieviele Scientists for Future müssen Euch noch aufklären? Wenn 10 Monate Streiks nichts ausrichten, was dann?..
    
    Dann müssen wir weiter demonstrieren und streiken. Bevor wir uns nun auf den Weg machen, möchten wir
    aber an dieser Stelle innehalten:

        Am Mittwoch wurde in Halle ein Terroranschlag verübt. Zwei Menschen starben. Es gab Verletzte. Der Anschlag
        galt der jüdischen Synagoge und sollte am höchsten jüdischen Feiertag “Yom Kippur” verübt werden. 
        Wir trauern mit den Hinterbliebenen und erklären uns solidarisch mit der Jüdischen Gemeinde.
        Der Kampf gegen Rassismus, gegen Antisemitismus und gegen Rechtsextremismus muss ganz oben auf die politische Agenda, wo er leider noch nicht steht.
        
        Lasst uns in einer Schweigeminute der Opfer in Halle gedenken und unserer Solidarität Ausdruck verleihen.