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Tempo 30 / 20 in Köln – jetzt mitmachen

Tempo 20 Zone Verkehrszeichen 274.1-20
Damit Köln endlich leiser wird: Bis zum 07.07.2024 kannst Du über die Beteiligung zur Lärmaktionsplanung weniger Tempo in Köln fordern

So geht das

Gehe auf die Seite

https://meinungfuer.koeln/group/52/content/244

Unten auf der Seite findest Du das Formular für Deine Beteiligung.

Nutze den Textvorschlag von dieser Seite oder aus dem wortgleichen Notizbuch

  • Klicke Notizbuch
  • Klicke dann in die Seite des Notizbuchs, um das Fenster zu aktivieren
  • Markiere den gesamten Text, z.B. mit der Tastenkombination <STRG-A>
  • Kopiere den gesamten Text in den Zwischenspeicher, z.B. mit <STRG-C>
  • Wechsel zurück / Gehe zum Formularfenster der Stadt Köln (unten auf der Seite)
  • Klicke in die Box “Ihre Rückmeldung/ Stellungnahme” und füge den Text ein, z.B. mit der Tastenkombination <STRG-V>
  • Wähle bei “Zu welchen Lärmquellen möchten Sie eine Rückmeldung geben?” Straßenverkehr aus
  • Gib Deine Kontaktdaten ein
  • Ergänze im Text Aspekte die Dir wichtig sein und klicke anschließend auf Absenden

Textvorschlag

Nachdem bereits drei Lärmaktionsplanungen ins Land gezogen sind hat sich leider für die Menschen in Köln keine substanzielle Verbesserung ergeben. Deshalb müssen Stadt, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vollkommen neue Wege beschreiten.

Ich fordere folgende sofortige Maßnahmen ein:

Köln führt sofort eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf maximal 30 km/h im gesamten Stadtgebiet ein. 

Dies reduziert Lärm und zudem das Unfallrisiko für alle Verkehrsteilnehmer*innen und macht ÖPNV, Rad- und Fußverkehr attraktiver. Idealerweise wird dies als Zone ausgewiesen, so dass die notwendige Beschilderung auf ein Minimum reduziert werden kann. 

In allen Wohnstraßen soll die Regelgeschwindigkeit auf 15 km/h für motorisierten Verkehr abgesenkt werden. Fuß- und Radverkehr haben grundsätzlich Vorrang vor dem Autoverkehr.

In Lärmbrennpunkten auf Hauptverkehrsstraßen wird Tempo 20 angeordnet. 

Parken am Straßenrand wird erheblich teurer gemacht, damit es unattraktiver wird. Insbesondere sollte das Parken großer und schwere Fahrzeuge überproportional verteuert werden.

Mittelfristig werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

Ruhender Verkehr hat auf öffentlichen Straßen nichts zu suchen. Außer Anlieferzonen und zentrale Parkmöglichkeiten sind alle Parkplätze am Straßenrand im Rahmen der Umgestaltung der Straßen in Grünstreifen, Rad- oder verbreiterte Fußwege umzuwandeln. Ich fordere eine Reduzierung von Autoparkplätzen im öffentlichen Raum um 90% bis spätestens 2030.

Ich erwarte eine autofreie Innenstadt bis spätestens 2030. Der Innenstadtbereich Rheinufer bis Innerer Grüngürtel (Innere Kanalstr.) und Deutz sowie weitere geeignete Veedelszentren werden schrittweise vom Autoverkehr befreit. Spätestens ab 2025 sollen ausschließlich lokal CO2-emissionsfreie Fahrzeuge zugelassen sein. Als Sofortmaßnahme verlange ich eine autofreie Altstadt.

Begründung

Da in Köln nach wie vor durch den Straßenverkehr rund 544.200 Einwohnerinnen und Einwohner oberhalb 55 dB(A) LDEN (Belastung über 24 Stunden) und 417.100 Einwohnerinnen und Einwohner oberhalb 50 dB(A) LNight (Belastung 22 bis 6 Uhr) betroffen sind und die bisherigen Schutzmaßnahmen nicht ausreichen muss die Stadt das Problem an der Wurzel packen und den motorisierten Verkehr in der Stadt drastisch reduzieren.

Mit den o.g. Maßnahmen werden die wesentlichen Aspekte der Städteinitiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“, der Köln beigetreten ist, umgesetzt.  

Die Stadt muss als menschenfreundlicher Erlebnis- und Verweilraum wiederbelebt werden, ihr Wegenetz von Blechschwemmen befreit werden. Dies erfordert einen Paradigmenwechsel in der Gestaltung und Aufteilung der öffentlichen Räume und eine vernetzte Mobilität.

Städte wie Kopenhagen, Gent, Karlsruhe oder Paris haben erkannt: Eine Reduzierung des motorisierten Verkehrs führt zu einer höheren Qualität der Mobilität!

  • Je mehr Menschen sicher Fahrrad fahren können, desto mehr Menschen fahren Fahrrad. 
  • Je mehr Menschen sicher und barrierefrei zu Fuß gehen können, desto mehr Menschen gehen zu Fuß. 
  • Je ungestörter vom motorisierten Individualverkehr der ÖPNV vorankommt, desto mehr wird ÖPNV genutzt. 

Das ist gut für die eigenen Gesundheit, das mindert Emissionen im Verkehrssektor, senkt das Unfallrisiko (“Vision Zero”) und erhöht die Lebensqualität der Stadt Köln.

Deshalb muss die Optimierung des fließenden Verkehrs hier neu priorisiert werden: Die Leichtigkeit von Fußverkehr steht vor Radverkehr und ÖPNV. Nachrangig ist der motorisierte Individualverkehr. 

Eine Kölner Verkehrswende ist nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern auch ökologisch geboten. Denn der Straßenverkehr verursacht einen erheblichen Teil der Kölner CO2– Emissionen, starke Feinstaub- sowie Lärmbelastungen.

Köln ist die am stärksten mit Lärm, Stickoxiden und Feinstäuben belastete Stadt in NRW. Das Ziel muss daher sein, den motorisierten Individualverkehr überflüssig zu machen. Durchgangs-, Parksuch- und ruhender Verkehr müssen auf ein Minimum reduziert werden. Verkehr auf Basis fossiler Brennstoffe muss innerhalb der nächsten zehn Jahre vollständig aus dem Stadtgebiet verschwinden.

Innerhalb der Stadt wird der Raum neu aufgeteilt und grundsätzlich so geplant werden, dass der Fußverkehr in der Planung die erste Priorität hat, gefolgt von Radverkehr und dem ÖPNV. Die Planungen für privaten PKW-Verkehr soll dem Bedarf der nachhaltigen Mobilität untergeordnet werden.

Es muss gelten: Je kleiner die Umweltverträglichkeits-Kennzahl eines Verkehrsmittels, umso unattraktiver muss der Gebrauch dieses Verkehrsmittels sein. Für Menschen mit besonderen Bedürfnissen (z.B. mobilitätseingeschränkte Menschen) müssen natürlich Ausnahmen möglich bleiben, allerdings dann bevorzugt motorisierter Individualverkehr auf nicht-fossiler Basis.

Ich träume von einem Köln als eine Stadt, die bis zum Jahr 2030 vom Schlusslicht klimaverträglicher Mobilität zur Vorreiterin avanciert. Ich erwarte, dass Köln bei der Verkehrsinfrastruktur zu einer Stadt wird, bei der nachhaltige und aktive Mobilität im Mittelpunkt steht. 

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