Die Up- und Downsides in Sachen Klima  in dieser Woche im Rückblick

Lichtblick:

Ausblick

EU:

Angesichts der derzeitigen Krise drohen wichtige Entscheidungen in den Hintergrund zu geraten. Die FDP fordert, die Einführung des CO2-Preises auszusetzen. Die Verschiebung der nächsten Weltklimakonferenz COP 26, die für November in Glasgow geplant ist, wird bereits diskutiert. Trotz Coronakrise hält die EU-Kommission an ihrem Zeitplan fest und hat nun ihre Kosten-Nutzen-Analyse zur Erhöhung der Klimaziele für 2030 gestartet. Angepeilt wird eine CO2-Reduktion von mindestens 50 bis 55 Prozent. Damit erhöht die EU den Druck auf jene Mitgliedsstaaten, die eine Verschärfung des 2030er Ziels ablehnen.

Quelle: https://www.klimareporter.de/europaische-union/eu-kommission-will-klimaziel-2030-anheben

Klimaschutz und Coronakrise

Über einen positiven Klimaeffekt der Coronakrise kann sich niemand freuen, schließlich ist der Preis dafür zu hoch, sagt Hans Joachim Schellnhuber in einem Interview mit Klimareporter, aber: es sei sinnvoll jetzt schon zu überlegen, welche Lehren wir aus dieser dramatischen Entwicklung für den Umgang mit der Klimakrise ziehen können.Weiter sagt er:

Die Hauptlehre ist: Man sollte den Experten gut zuhören, statt Horoskope zu lesen oder im Netz nach Verschwörungstheorien zu suchen.Bei Covid-19 haben manche Politiker anfangsversucht, die Gefahr herunterzuspielen, sie auszusitzen, Gelassenheit zu demonstrieren – und konnten sich am Ende der Einsicht doch nicht verschließen, dass hier eine exponentielle Ansteckungsdynamik vorliegt.Beim menschengemachten Klimawandel droht ebenfalls ein Verlauf, der sich mit den Standardpraktiken des politischen Geschäfts nicht mehr beherrschen lässt. Die Wissenschaft kann dies klar belegen, und man sollte sie wie bei der Corona-Pandemie endlich ernst nehmen. Das könnte dann ein Kipppunkt für den Umgang mit der Erderwärmung sein. … Europa muss nun beweisen, dass es nicht nur eine gute Rhetorik beherrscht, sondern die Ankündigungen zum ökologischen Wirtschaften auch umsetzen kann. Brüssel muss jetzt aufzeigen, wie man aus der Klimakrise herauskommt.

Das ganze, sehr lesenswerte Interview findet hier hier:https://www.klimareporter.de/gesellschaft/wir-brauchen-einen-klima-corona-vertrag

Klimapolitik in der Coronakrise

Um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, stehen Deutschland nach einer Berechnung des Klimaforschers Stefan Rahmstorf  Anfang 2020 beim CO2-Ausstoß nur noch 2,4 Milliarden Tonnen zur Verfügung. Bei den derzeitigen Emissionen von etwa 700 Millionen Tonnen pro Jahr ist dieses Budget Mitte 2023 aufgebraucht. Diese physikalische Wahrheit dürfen die geplanten Rettungsschirme nicht ausblenden. Die Finanzspritzen und Rettungsschirme, die in diesen Tagen ausgehandelt und verteilt werden über die nächste Dekade bestimmen, vor allem über die Frage: Schaffen wir überlebenswichtigen Klimaschutz oder nicht? Können wir die Transformation zu einer gerechteren und ökologischen Wirtschaft erreichen. Daher ist es um so wichtiger, dass wir nach der Coronakrise nicht in alte Muster zurückfallen und Business as usual machen.

Quelle:https://www.klimareporter.de/finanzen-wirtschaft/finanzhilfen-nur-mit-1-5-grad-standards

Daher sollten Rettungsgelder für Unternehmen an Bedingungen zur Klimaneutralität geknüpft werden. Hier geht es zu einer entsprechenden Petition, die das fordert.

https://www.change.org/p/coronakrise-zur-klimachance-machen-rettungsgelder-richtig-nutzen

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1 Kommentar

  1. In Fortsetzung der vier bisherigen Online-Fortbildungen seit März 2020 “Schule in der Klimakrise” / “Klimagerecht Leben Können” gibt es kurz vor den Sommerferien eine weitere Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu lernen: Aus „Open Friday” wird „Open Tuesday”: Ich lade herzlich ein, dabei zu sein:
    – Vernetzendes Online-KlimaCafé „Damit wir tun, was wir für richtig halten“
    – Dienstag 23.06.2020, 16:00-18:00 Uhr, Teilnahmepreis freiwillig.
    – Alle Information: http://www.openfriday.de

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