Klimanews to GO 22.11.2019

Klima-News to Go: Die Up- und Downsides in Sachen Klima  in dieser Woche im Rückblick:
        
Amazonas: Der Raubbau im Amazonas nimmt immer größere Ausmaße an. Von August 2018 bis Ende Juli 2019 seien insgesamt 9762 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilte das brasilianische Weltrauminstitut Inpe mit. Das entspricht in etwa der Fläche Zyperns und einem Anstieg von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Ähnlich hoch war die Abholzung zuletzt im Jahr 2008. Damals verschwanden innerhalb von zwölf Monaten mehr als 12.000 Quadratkilometer Wald. Erdbeobachtungssatelliten nehmen den Amazonas-Regenwald regelmäßig auf und liefern dem Inpe die Daten für seine Analysen.
Die neuen Zahlen kommen in Anbetracht der Ereignisse aus den vergangenen Monaten nicht überraschend. Bereits im Oktober 2019 hatte eine Inpe-Auswertung ergeben, dass zwischen Januar und September mehr als 7800 Quadratkilometer entwaldet worden waren. Der Wert lag sogar gut 90 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Man hört zwar nichts mehr, aber die Lage ist weiter dramatisch.

Studie zur „Generation Greta: Experten im Fachjournal „The Lancet“ bilanzieren. Geht der CO2 – Ausstoß weiter, wie bisher, wird jedes derzeit geborene Kind in einer um 4 Grad wärmeren Welt leben an seinem 71. Lebensjahr! Kindern sind am stärksten betroffen, da das Immunsystem anfälliger ist für Krankheitserreger, die infolge der Erwärmung sich ausbreiten, z.B Dengue, Cholera, Sog, Vibrionen (Magendarmerreger) nehmen in der Ostsee zu.
Bei 1,5 Grad sieht es anders aus: Dann könnte ein Kind mit 6 Jahren den Kohleausstieg erleben, mit 21  in Frankreich den Abschied von Kohle und Diesel und mit 31 Jahren erleben, dass nur noch soviel CO2 produziert , wie die Natur aufnehmen kann.
Das ist die Zukunft, die wir für unsere Kinder wollen und deshalb stehen wir hier.

Spitzentreffen zur Windenergie: Altmaier bleibt vorerst bei 1.000 Metern
Weil konkrete Ergebnisse ausblieben, verschärft sich die politische Debatte um die Windkraft Am Montagabend trafen sich daher die Windkraftbranche – einschließlich Hersteller – und der Minister in dessen Haus..
Wegen des wachsenden Drucks auf Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), etwas gegen die Krise der Windkraft zu unternehmen, haben am Montagabend die Windkraftbranche, darunter die Hersteller, und der Minister über mögliche Maßnahmen beraten.
Was konkrete Ergebnisse betrifft, gibt sich das Ministerium zugeknöpft. Gegenstand des Gesprächs sei die aktuelle Situation der Windbranche gewesen, Einzelheiten könne man nicht nennen.
Im Interview mit dem Deutschlandfunk am Dienstagmorgen zu dem Windkrafttreffen bewegte sich Altmaier keinen Millimeter von seinen bisherigen Positionen weg. Er verwies darauf, dass die umstrittene 1.000-Meter-Abstandsregelung im Klimakabinett von Union und SPD gemeinsam beschlossen wurde.
Wenn das so bleibt, ist die Windkraft in Deutschland mehr oder weniger tot und die Klimaziele sind einmal mehr nicht zu erreichen.

Funfakt: DA die Christdemokraten ignorieren mit katastrophaler Klimapolitik christliche Werte ignorieren und ganz offensichtlich  beim Klimaschutz fahrlässig bremsen, haben. haben Greenpeace-Aktivisten der Partei das „C“ entzogen.
An der Berliner CDU-Zentrale fehlt der erste der drei gut zwei Meter großen Buchstaben des roten Parteilogos. Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace haben es sichergestellt und das verbleibende „DU“ an der Fassade des Konrad-Adenauer-Haus ergänzt um „sollst das Klima schützen“.
Mit dem Entzug des „C“ protestieren die Klimaschützer zurecht gegen die desaströse Umwelt- und Klimapolitik der CDU.„Die CDU kann nicht ewig vom Bewahren der Schöpfung sprechen, ohne auch etwas dafür zu tun“, sagt Greenpeace-Sprecherin Marion Tiemann. „Das schwache Klimapaket hat diesen politischen Etikettenschwindel endgültig auffliegen lassen. Die CDU muss zum C in ihrem Namen stehen, in dem sie ein starkes neues Klimapaket schnürt, mit dem Deutschland die Pariser Klimaziele einhalten kann.“
Interessant: Die Kluft zwischen Anspruch der CDU-Umweltpolitik und den tatsächlichen Beschlüssen der Partei ist inzwischen offensichtlich. Drei Viertel (74 Prozent) der Deutschen sehen laut einer heute veröffentlichten repräsentativen Umfrage im Auftrag von Greenpeace in der CDU nicht die Partei, die die Schöpfung bewahrt. 

Müllberge wachsen: 
Deutschland ist seit Längerem negativer Europameister beim Verpackungsmüll, und nun zeigt eine Bilanz des Umweltbundesamtes (UBA): Die Abfallflut ist sogar noch gewachsen.
Laut dem am Montag veröffentlichten UBA-Bericht fielen 2017 insgesamt 18,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfall an – das bedeutet einen Anstieg um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das heißt: Pro Bundesbürger entstehen im Schnitt 226,5 Kilogramm Verpackungsmüll.
Die privaten Endverbraucher sind dabei für fast die Hälfte des Gesamtaufkommens verantwortlich, nämlich für 47 Prozent. Und dieser Anteil ist mit 3,8 Prozent auch noch überproportional gewachsen.
Immerhin ist Deutschland beim Recycling weiterhin vergleichsweise gut. Vom gesamten Verpackungsmüll-Aufkommen gingen knapp 70 Prozent in die Wiederverwertung, der Rest wurde größtenteils “energetisch verwertet”, also verbrannt.
Allerdings fällt die Recyclingquote je nach Verpackungsart sehr unterschiedlich aus. Bei Stahl (92 Prozent), Papier und Karton (88) sowie Glas (84) ist sie hoch, bei Kunststoffen (50) und Holz (26) niedrig. Hier gibt es noch viel Recyclingpotenzial.
Bisher scheiterten viele gute Ansätze an den Verbrauchern, die Einwegflaschen, doppelt eingepackte Zahnpastatuben, Coffee-to-go-Becher und Essen in Take-away-Plastikbehältern irgendwie gut finden, denn sonst würden sie ja wohl kaum so gerne danach greifen. 
Appel an uns Verbraucher: Augen auf beim Einkaufen. Verpackungen möglichst vermeiden.



Music-Fact: von COLDPALY: Das kommende Album EVERYDAY LIFE von Coldplay steht in den Startlöchern. Doch die Band plant vorerst keine Tournee mit ihrer neuen Platte. „Wir gehen mit diesem Album nicht auf Tour“, so deutlich ist die Aussage von Coldplay-Frontmann Chris Martin gegenüber BBC News. „Wir nehmen uns die nächsten ein oder zwei Jahre Zeit, um herauszufinden, wie unsere Tour […] nachhaltig werden kann.“ Martin sagte weiter, dass er will, dass alle zukünftigen Touren von Coldplay nicht nur keinen negativen, sondern idealerweise sogar „einen positiven Einfluss [auf die Umwelt] haben“.


Ausblick
24.11, 11 bis 17 Uhr MAke Smting Week von Greenpeace: alternativer Konsum zum selbermachen, KHG Köln, Berrenrather Straße.
29.11.2019: Klimastreik, Beginn 11  Uhr Hohenzollernring
25.11 bis 29.11 Public Cilmate School. Organisiert von  den SFF an der Uni.
Programm im Netz.
Vernetzungstreffen in Berlin, Ende Januar. VisionsForFuture

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