Die EU fragt uns:

  • Wie wichtig ist Dir das Abkommen von Paris?
  • Hast Du Angst vor Klimaerhitzung und Artenschwund?
  • Habst Du an Deinem Wohnort ungewöhnlich häufige oder schwerwiegende Ereignisse erlebt, die auf den Klimawandel zurückgeführt werden könnten?
  • Sind für Dich Maßnahmen für eine nachhaltige Anpassung an den Klimawandel wichtig?
  • Soll die EU zu einer klimaresilienten und klimagerechten Gesellschaft umgeformt werden?

https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12381-EU-Strategy-on-Adaptation-to-Climate-Change

Bis zum 30. Juni könnt Ihr ein knackiges Statement abgeben (Roadmap). Bis zum 20. August den Fragebogen ausfüllen.

Bis jetzt haben nur 30 Menschen mitgemacht.

Do you feel the climate crisis? Tell the EU!

The EU is asking us:

  • How important is the Paris Agreement to you?
  • Are you afraid of global warming and loss of species?
  • Have you experienced unusually frequent or serious events in your place of residence that could be attributed to climate change?
  • Do you consider measures for sustainable adaptation to climate change important?
  • Should the EU be transformed into a climate resilient and climate-friendly society?

You can make a statement until 30 June (Roadmap). Fill out the questionnaire until August 20th.

Until now only 30 people have participated.


Beispiele / Examples

Kommunen

Die Freie und Hansestadt Hamburg begrüßt die Initiative, die EU-Strategie zur Anpassung an den Klimawandel aus 2013 neu aufzulegen und in der Schwerpunktsetzung vermehrt auf die Entwicklung und Implementierung von Lösungen und Anpassungsmaßnahmen zu konzentrieren. Bis jetzt hat sich die Politik zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels auf allen administrativen Ebenen in erster Linie mit der Analyse der Klimawandelfolgen, mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen und mit der Entwicklung von strategischen Lösungsansätzen befasst. Durch die intensive Auseinandersetzung mit der Thematik ist über die Jahre ein konkretes Bild darüber entstanden, mit welchen Klimawandelfolgen wir rechnen müssen und welche zum Teil massiven Herausforderungen die verändernden klimatischen Rahmenbedingungen auslösen. In den Dürre- und Hitzejahren 2018 und 2019 ist zudem der wirtschaftliche Impact von Extremwetterereignissen deutlich spürbar geworden. Auf Basis der bisherigen und weiter zu verfolgenden Erkenntnisse muss die rechtzeitige Anpassung an die Folgen des Klimawandels nun in die Umsetzung gebracht werden. Dafür sind klare, lösungsorientierte Rahmenbedingungen erforderlich, wozu auch die neue EU-Strategie zur Anpassung an den Klimawandel gehört.

Die im Impact Assessment prognostizierten wirtschaftlichen Verluste sind sehr alarmierend. Sogar in einem Szenario mit 1,5 Grad Erwärmung wird bereits von zusätzlichen Verlusten in Höhe von 40 Milliarden Euro pro Jahr für die gesamte EU ausgegangen. Anteilig heruntergerechnet ergeben sich daraus für Deutschland zusätzliche Verluste in Höhe von ca. 8,7 Milliarden Euro pro Jahr. Damit steigen die jährlichen Verluste auf ca. 11,3 Milliarden Euro pro Jahr, in einem Szenario, das die realistische Untergrenze der Erwärmung darstellt und selbst mit sehr ambitioniertem, weltweitem Klimaschutz kaum mehr erreichbar ist. Die jährlichen wirtschaftlichen Verluste in Deutschland durch wetter- und klimabedingten Extreme sind somit in Zukunft mindestens 2,5-mal so hoch als im Extremjahr 2018.

Derartige dauerhafte Einbußen sind wirtschaftlich gesehen katastrophal. Für die Land- und Forstwirtschaft waren die Herausforderungen in 2018 und 2019 bereits existentiell, weitere Bereiche waren stark betroffen, beispielweise durch Lieferengpässe infolge von Niedrigwasserständen und Engpässe in der Wasserversorgung. Jahre wie 2018 und 2019 stellen in Zukunft eher den Durchschnitt dar, die Extreme werden noch weiter zunehmen. Daher sehen wir bei der Anpassung an den Klimawandel eine besondere Herausforderung für die Wirtschaft und die damit zusammenhängende Infrastruktur. Insgesamt sollte die Vulnerabilität der Wirtschaft und der Infrastruktur gegenüber Extremereignisse reduziert und die Resilienz erhöht werden, damit die Einbußen geringer werden und die Wirtschaft sich nach einem Extremereignis schnell erholen kann. Dies gilt für die gesamte Bandbreite, von den makroökonomischen Rahmenbedingungen bis hin zu Anpassungsmaßnahmen im einzelnen Betrieb.

Die Neuauflegung der EU-Strategie ist aus unserer Sicht eine Chance, die Herausforderungen für die Wirtschaft und die damit zusammenhängende Infrastruktur nun aufzugreifen und die rechtzeitige Umsetzung der notwendigen Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Als Stadtstaat ist die FHH insbesondere im Bereich der städtischen Raumplanung, der Infrastruktur sowie als Hafenstadt beim Hochwasserschutz von Klimawandelfolgen betroffen. Wie bereits in der Klimafolgenanpassungsstrategie der EU von 2013 angelegt, wird es daher erforderlich sein, dass auch in Zukunft für diese Themenfelder eine europäische Unterstützung gewährleistet ist, beispielsweise über Förderprogramme.

Generation Z

Die EU fragt mich allen Ernstes, ob ich schon an meinem Wohnort ungewöhnlich häufige oder schwerwiegende Ereignisse erlebt habe, die auf den Klimawandel zurückgeführt werden könnten?

OK Boomer.

2018 ist der Rhein fast ausgetrocknet. Die chemische Industrie in Europa stand kurz vor dem Stillstand, weil die BASF und andere Player nicht mehr über den Fluss versorgt werden konnten.

2019 war es so heiß, dass meine Oma zusammengebrochen ist und mehr als 10 Tage im Krankenhaus verbringen durfte.

2020 ist wieder kein Winter. Es ist das dritte Dürrejahr in Folge. Die Maiglöckchen sind Mitte April verblüht.

Weder Politik noch Schule bereiten uns auf die Klimakrise vor.

Resilienz ist kein Teil des Unterrichts, es gibt keine Notfallübungen und Politik hat keinen Mut zur Wahrheit. Wir wissen doch, dass die Zahl der Katastrophen in den kommenden Jahrzehnten eher wachsen denn sinken wird.

Ich erwarte von der EU Klartext in der Kommunikation und entschlossenes und schnelles Handeln.


Wenn wir in den kommenden Jahren die Emissionen nicht wirksam nach unten bekommen und das Artensterben aufhalten kann meine Generation einpacken. Wir sind dann die letzten unserer Art.

Wir haben im Onlineunterricht kürzlich Exponentialfunktionen begonnen. Unsere Lehrerin hat uns als Film „The great Acceleration“ gezeigt.

Liebe EU, seitdem habe ich eine Riesenangst vor der Zukunft. Ihr lasst es zu, dass immer mehr Treibhausgase in die Luft kommen und immer weniger Arten auf der Erde sind. Schon blöd, dass wir am Ende der Nahrungskette sind und nur für einen bestimmten Temperaturbereich optimiert sind, oder?

Wollt Ihr uns Glauben lassen, dass ein CO2-neutrales Europa 2050 früh genug ist? Wenn ich so lange lebe bin ich dann Mitte 40 und habe hoffentlich keine Kinder. Vermutlich wohne ich dann in Schweden und habe meine Kampfkunstskills öfter einsetzen müssen als es meinen pazifistischen Eltern lieb ist.

Europa kann das Ruder zu einer klimagerechten Welt herumreißen. Die EU ist im Augenblick die einzige Instanz auf der Welt, die die notwendigen Veränderungen anstoßen kann. Es ist alles gesagt, lasst uns endlich handeln!


Die Covid-19 Pandemie hat uns gelehrt, wie schnell und gravierend äußere Einflüsse unser Leben maßgeblich beeinflussen.

Beim World Economic Forum in Davos 2020 wurden Pandemien mit hoher Auswirkung bei geringer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Das Versagen bei der Bewältigung der Klima- und Artenkrise hingegen wird mit noch gravierenderen Auswirkungen bei höchster Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

Frau von der Leyen stellt zurecht fest : “Der Klimawandel geht ja nicht weg, weil gerade ein gefährliches Virus grassiert”. Dem entsprechend muss die EU die Transformation zu einer klimaneutralen Gesellschaft weitaus ambitionierter und zügiger als bislang verfolgen. Sowohl unser Überleben als auch das Überleben unserer Kinder hängt davon ab. Ferner ist mit einem European Green Deal gutes Geld zu verdienen.

Gesellschaften, die die Transformation jetzt anpacken haben gegenüber anderen Regionen einen klaren Wettbewerbsvorteil. Große Teile der Wirtschaft haben diesen Fakt erkannt und benötigen jetzt seitens der EU einen ordnungspolitischen Rahmen. Larry Fink, CEO von Blackrock, bringt es mit folgendem Satz auf den Punkt: “Climate Risk Is Investment Risk.”

McKinsey kommt in der in der Finanz- und Wirtschaftswelt viel beachteten Studie “Climate risk and response: Physical hazards and socioeconomic impacts ” zur klaren Erkenntnis, dass weitere Verzögerungen bei der Klima- und Umweltpolitik zu hohen Kosten und massiven Produktivitätsverlusten führen werden. Vor allem bestünde ein enormes Risiko für die globale Ernährungssituation: “Food production could be disrupted as drought conditions, extreme temperatures, or floods affect land and crops, though a changing climate could improve food system performance in some regions.”

Wir beobachten gerade in Kerneuropa das dritte Dürrejahr in Folge. Die Landwirtschaft in Deutschland beklagt, dass die Ende März ausgebrachte Saat mangels Regen nicht aufgehen kann. Schäden in Milliardenhöhe sind die wahrscheinliche Folge.

Ferner beobachten wir eine klare Tendenz von Investor*innen an der Börse. Sie nehmen von fossilen Industrien (Öl, Gas, Kohle, folglich auch bei konventionellen Verbrennungsmotoren) Abschied. Einflussreiche Finanzlobbyisten warnen bereits vor Investitionen in diesem Sektor. Jim Cramer hat in einem mittlerweile im Internet viral gegangenen Interview beim Börsensender CNBC die Börsenkurse der großen Ölfirmen mit dem Satz “I’m done with fossil fuels … they’re just done. They are in the “death knell phase” in den Keller geschickt. Eine Erholung der Kurse ist nicht mehr wahrscheinlich.

Die EU steht also an einem Scheideweg.

Die aktuelle Krise verstärke laut der Leopoldina Akademie die in den vergangenen Jahren aufgekommene Globalisierungskritik. Wegen der bedrohlichen Klima- und Biodiversitätskrise kann es keine Wiederherstellung des vorherigen Status mehr geben. Nachhaltigkeit muss jetzt vorrangiges Entscheidungskriterium für Maßnahmen sein.

Bei der Kostenbetrachtung müssen sämtliche Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschäden berücksichtigt und den Verursachern zugerechnet werden. Gewinne werden bisher abgegriffen, die Kosten für Schäden durch die Prozesse der Rohstoffgewinnung und Produktion von Gütern werden jedoch bisher der Allgemeinheit aufgebürdet (Kommunen, Krankenkassen, Steuermittel usw.).

Neben einem starken europäischen „Green Deals” muss zusätzlich eine umgehende Einführung eines wirksamen Preises für fossiles CO2 (ca. 250 €/t) erfolgen bis spätestens 2022. Dieser sorgt für einen ordnungspolitischen Lenkungsrahmen, den auch die Wirtschaft einfordert. Ordnungspolitische Leitplanken sowie eine Strukturpolitik mit dem Ziel Gesundheits-, Klima- und Ökosystemschutz vorrangig zu fördern ermöglichen die Innovationssprüngen, die Europa benötigt, um sich auf dem Weltmarkt vor anderen Anbietern zu behaupten. Die entwickelten Konzepte und Technologien haben das Potential, Exportschlager zu werden, und sie sorgen die für qualifizierte Arbeitsplätze in Europa.

Grandparents for Future

Diese Umfrage kommt sehr spät…

Was ich an meinem Umfeld merke?
3 Hitzesommer in Folge, Dürre, der Grundwasserspiegel auf Rekordtief, Bienensterben, Baumsterben, meinen Enkeln ist Schnee nur noch aus Bilderbüchern bekannt, heftige Stürme, hohe Abgaswerte und so lässt sich die Reihe munter weiterführen.
Es werden dadurch unsere fundamentalsten Lebensgrundlagen vernichtet!

Liebe EU, handle! Jetzt, sofort und ohne wenn und aber! Meine Enkel möchten eine Zukunft!

Bürger*innen

Um den CO2 Ausstoß zu reduzieren, gibt es eine kostengünstigere und effiziente Möglichkeit, als das was die EU bisher getan hat und vorhat. Man sollte jeden CO2 Ausstoß einfach mit einer CO2 Steuer versehen, damit der Verbraucher und die Wirtschaft ihren Ausstoß reduzieren.

Engineers for Future

Wir brauchen einen stärkeren Ausbau der Erneuerbaren, mit weniger Blockaden auf den nationalen Ebenen. PV Deckel, der atmende Deckel sowie pauschale Abstände für Windräder müssen weg. Wir brauchen einen Nettozubau der EE von 30-35 GWp jährlich in Deutschland und in der EU von etwa 300 GWp pro Jahr

Scientists for Future

Das Pariser Abkommen und die klare Ausrichtung der EU Strategie an den 17 SDGs sind mir sehr wichtig und für die Sicherung der Lebensgrundlagen und Freiheiten für die nachfolgende Generationen unerlässlich.

Die wissenschaftliche Erkenntnisse über die antrophogene sich immer weiter verschärfende Klimakrise, der steigende Ausstoss an THG Gasen (Co2, Methan …) gefährden die zivilisatorische Werte, Freiheit und die Lebensqualität in der EU und in vor allem im globalen Süden unseren wunderbaren Planeten.

Der enorme Verlust an Artenvielfalt kommt noch hinzu. In unserer Stadt (Köln) nimmt der Anteil an heißen Tagen und Nächten seit Jahren kontinuierlich zu. Die Erholungspausen im Sommer sind zu kurz und führen zu gesundheitlichen Beschwerden.

Aus unserer Sicht sind Anpassungen (Klimagerechte Stadtplanung) sehr wichtig und gesetzlich zu verankern. Durch mehr Blau/Grüne Infrastruktur (Wasser, Grün, Flächenentsieglung….) kann das Leben in der Stadt erträglicher gestaltet werden.

Zu dem müssen aber die Treibhausgase (co2) aus der Verstromung der Kohle rapide sinken. Im Bereich der Gebäudewärme und -kühlung sollen die fossilen Energie durch erneuerbare schnell ersetzt werden. Ebenfalls brauchen wir eine Transformation im Bereichen Verkehr, Landwirtschaft, Bau etc.

Mit dem Ziel die EU zu einen ersten THG neutralen und klimagerechten Kontinent zusammen zu gestalten. Europa und EU als resilientes Kontinent, Gemeinschaft, Land, Region, Stadt und Land kann so seiner Rolle und Verantwortung gerecht werden. Daran arbeiten wir gemeinsam mit allen Generationen.

Trade Unions

Europe and the world need to give a boost to more sustainable modes of transport, such as the train. Unfortunately, the Coronavirus pandemic has emphasized the need to promote the European Commission’s Green Deal and the “shift to rail” that will make domestic and tourist transport more supported by the railways. European trade unions such as ALE (European Union of Train Drivers) are reaching out to the European bodies to build a better and more sustainable future.


La transition climatique impose de créer de nouveaux modes de production et de consommation. Ces créations dépendent pour une part importante de la R&D et des Startups.
Pour rendre les investissements verts attractifs pour l’épargne publique et efficace pour les investissements publics keynésien il faut:

  • augmenter sensiblement la durée du Retour sur Investissement (ROI)
  • garantir les créanciers du remboursement et de la préférence territoriale par une hypothèque sur la créationle retour sur investissement

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3 Kommentare

  1. Die Beherrschung des Klimawandels (falls überhaupt noch möglich) ist eine Überlebensfrage der Menschen in vielen Teilen dieser Welt.
    Schon heute leiden Millionen Menschen – vor allen Dingen in den Ländern des globalen Südens – unter direkten und indirekten Folgen des Klimawandels.
    Wenn wir jetzt in den nächsten wenigen Jahren nicht die richtigen Weichen stellen, ist die Katastrophe sicher.

  2. BÍTTE nicht sehenden Auges alles für die nächsten Generationen der Zerstörung ausliefern.
    Wir haben die Mittel gegen Artenschwund und Klimakatastrophe gegenzusteuern. Aber wir müssen diese auch forcieren. TATEN JETZT!

  3. Die Klimakrise ist auch hier schon zu spüren: Wetterveränderungen, Artenschwund,Verlust an Biodiversität. Wie es weitergeht, sagt uns der Global Risk Report 2020, geschrieben für die Teilnehmer am Weltwirtschaftsforum in Davos: der Klimawandel bedroht unsere Ernährung, unsere Sicherheit und unsere Gesundheit. Wir haben diese Erde nur von unseren Kindern geliehen !

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