Klimanews to Go 18.10.2019

Klima-News to Go: Die Up- und Downsides in Sachen Klima  in dieser Woche im Rückblick:
   
    
  Es gibt besorgniserregende Nachrichten aus dem Amazonasgebiet. Dem brasilianischen Institut für Weltraumforschung zufolge ist die Entwaldung in den vergangenen neuen Monaten im Vergleci zum Vorjahreszeitraum um 93% gestiegen. Von Januar bis September wurden mehr als 7.800 Quadratkilometer entwaldet. Im  gesamten Jahr 2018 waren es knapp 5000. Das Tempo hat sich fast verdoppelt. Die Vernichtung des Regenwaldes bedroht das weltweite Klima, aber auch die indigene Bevölkerung. Vom 17. Oktober bis zum 20. November findet eine Kampagne unter dem Namen
    “Indigenious Blood” statt, bei der Führer der indigenen Stämme durch 12 Europäische Städte reisen, um die schwerwiegenden Verletzungen der Recht der indigenen Bevölkerung  und die Zerstörung des Amazonas anzuklagen. Ziel der Kampagne ist es den Druck auf die brasilianische Regierung zu erhöhen, die Vereinbarungen zum Klimaschutz einzuhalten und die Rechte der indigenen Stämme zu respektieren. Vom 23.10 bis 27.10 ist die Tour in Berlin und München.
   Aber auch wir können unterstützen, indem wir zum Beispiel den Eil-Appell von Campact gegen das Mercosurabkommen unterzeichnen und die Petition von Greenpeace zum Schutz des Amazonas.
  Beide Petitionen sind leicht auf den Websiten zu finden. Jede Stimme zählt.
    
    
   Nach einer Meldung im Handelsblatt will Zürich bis 2030 klimaneutral werden. Als Anfang wurde die sog. Greencity, in der der pro Kopf Verbrauch an Energie 200 Watt betragen, macht pro Jahr 17.500 KW. IN Greencity sollen rund 200 Menschen leben und arbeiten.
    Wie sieht so ein 2000 Watt Leben aus? Nicht nur die üblichen Verdächtigen: Solar auf dem Dach, Erdwärme, Autorfrei…Nein: Bewohner können mit einer App ihren Energieverbrauch messen.
    Und es werden Zugeständnisse gefordert: Die Wohnungen werden nicht mehr als 21 Grad warm, Zürich baut das Fernwärmenetz aus, erweitert erneuerbare Energien… aber auch die Schweiz wird laut Greenpeace die Ziele des Pariser abkommen nicht erreichen…Immerhin gibt es aber ambitionierte Ziele.
    
    Und bei uns:  Das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC und das Potsdam Institut haben diese Woche eine ausführliche Bewertung des Klimapaktes der Bundesregierung vorgelegt: Danach – wenig überraschend  – ist das Klimapaket nicht ausreichend um die Klimazeile 2030 zu erreichen: Die Politik muss demnach in vier Punkten nachstreuern:
   den Co2 Preis erhöhen,
   den sozialen Ausgleich verbessern,
   die Überführung auf EU Ebene weiter ausgestalten einen effektiven Monitoringprozess einführen.
   
   Ohne beherzte politische Maßnahmen wird es aber  nicht gehen. Denn Abfall, Abwasser, Luftqualität, Ozonloch, Asbest –  kein einziges dieser Probleme hat der Markt durch Eigenverantwortung allein gelöst, so der Züricher Klimaforscher Dr. Reto Knutti. Ziele wurde nur deutlich erreicht, wenn der Staat die Gesetze dafür gemacht hat….und zwar effektive. Das ist das Klimapaket nicht. Es ist eine Klimakuschelpäcken, das keinem wehtun will.   Aber das wird nicht funktionieren. Und deshalb sind wir wieder heute hier.
    
    
    Rojava: Ist eine weitgehend autonome kurdische Region im Norden Syriens.   
    Die Grundprinzipien sind Basisdemokratie, Gleichstelllung der Frauen und Ökologie. Ziele sind sine die Aufforstung der vom Krieg zerstörten Landschaft Bau von Windräder.
    Die Türkei startet Angriffe auf Rojava und Nordsyrien. Wir protestieren gegen diese völkerrechtswidrigen Angriffe und Krieg. Morgen findet dazu eine Demonstration in Köln statt. Treffpunkt ist um 11:30 am Chlodwigplatz. Kommt zahlreich.
    
    

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