Köln braucht mehr Bäume

Eine Reihe von Bäumen mit dichten grünen Blättern spenden einem einem gepflasterten Platz Schatten. Unter den Bäumen stehen Bänke. Auf der rechten Seite hängt ein Plakat für den Klimastreik vor den Kommunalwahlen am 12.09.2025 in Köln. Start: 16 Uhr, Rathausvorplatz. Zu sehen ist eine stilisierte Person mit Megafon, der Hintergrund ist orange-grün verwischt, das Fridays for Future Logo ist unten links sichtbar

Das „Netzwerk 2035“ richtet anlässlich der Kommunalwahlen 13 Forderungen an die politischen Akteur*innen in Köln. Die Forderungen orientieren sich an einem Ziel, das sich die Stadt bereits selbst gesetzt hat: Klimaneutralität bis 2035! Heute:

SCHUTZ DER NATUR

9) Schutz für Bäume und Erhöhung des Baumbestandes

Bäume im städtischen Raum sind lebenswichtige Verbündete im Kampf gegen Klimawandel, Luftverschmutzung und Überhitzung. Sie binden CO2 und wandeln ihn in Sauerstoff um, filtern Schadstoffe aus der Luft und bieten Schatten sowie eine kühlende Umgebung durch Wasserverdampfung über ihre Blätter. Zudem verbessern Bäume die Lebensqualität, haben positive Auswirkungen auf die Gesundheit und verschönern das Stadtbild. Sie bieten Lebensraum und Nahrung für viele Tierarten. Jeder einzelne Baum leistet also einen wertvollen Beitrag, größere und alte Bäume umso mehr.

Daher fordern wir deutlich erhöhte Bemühungen für den Erhalt des derzeitigen Kölner Baumbestands, durch entsprechende Ratsbeschlüsse oder Satzungen als auch durch finanziellen und personellen Mehraufwand.

Baumaßnahmen auf städtischen Grundstücken müssen mit höherer Priorität auf den Erhalt der Bäume geplant werden. Auch auf privaten Grundstücken muss die Baumschutzsatzung konsequent Anwendung finden und einer Kontrolle unterliegen. Um mehr Bäume unter Schutz zu stellen, fordern wir zudem die Verschärfung der Baumschutzsatzung. Wir benötigen alle Bäume in der Stadt, auch die mit weniger als 80 cm Stammumfang, die aktuell dadurch geschützt sind. Damit würde Köln – wie Leipzig mit Baumschutz ab 30 cm Stammumfang – zu den Vorreitern im Baumschutz zählen und verdeutlichen, wie wertvoll Bäume für die Stadt sind. Die Zahl der erforderlichen Ersatzpflanzungen sowie die ggf. zu entrichtende Ausgleichszahlung sollen erhöht werden. Außerdem sollen deutlich mehr Bäume als Naturdenkmäler ausgewiesen werden, da diese einen besonders hohen Schutzstatus erhalten.

Gleichzeitig fordern wir mehr Maßnahmen, um die Pflege des städtischen Baumbestands sicherzustellen, denn dieser ist auch infolge der Klimakrisefolgen immer stärker auch durch Krankheiten gefährdet. Neu gepflanzte Jungbäume, v. a. auf kleinen Baumscheiben an der Straße, benötigen besondere Unterstützung, damit sie trotz der häufig ungünstigen Bedingungen in der Stadt gedeihen können.

Insgesamt sollten Stadtpolitik und -verwaltung dafür Sorge tragen, dass deutlich mehr neue Bäume – unabhängig ihres Umfangs, gleiches gilt für Hecken und Sträucher – gepflanzt werden, als jedes Jahr auf Kölner Stadtgebiet auf städtischen und privaten Flächen gefällt werden. Stadtbezirke und Stadtteile mit wenig Grün, wie Porz, Kalk, Chorweiler oder Mülheim, sollten bei Neupflanzungen möglichst bevorzugt werden.

Befürwortet werden hierbei generell Wildformen heimischer Arten, die Tieren deutlich mehr Lebensraum und Nahrung bieten können und somit der Biodiversität zuträglich sind, oder auch sorgfältig ausgewählte Arten, die mit den aktuellen und zukünftigen Klimabedingungen gut umgehen können.

Ein bedeutender Teil der Neupflanzungen soll im Sinne des Aktionsplans „Essbare Stadt“ aus essbaren Nutzpflanzen, wie einzelnen Obstbäumen oder Streuobstwiesen, bestehen.

Alle Forderungen zur Kommunalwahl 2025 findest Du auf der Seite der Klimawende Köln

Mehr zum Nutzen von Bäumen

Das Netzwerk 2035

Das „Netzwerk 2035“ richtet anlässlich der Kommunalwahlen 13 Forderungen an die politischen Akteur*innen in Köln. Die Forderungen orientieren sich an einem Ziel, das sich die Stadt bereits selbst gesetzt hat: Klimaneutralität bis 2035 !

Unsere Punkte setzen an, wo dieses Ziel verschwimmt oder unterlaufen wird. Wo der Klimanotstand, den der Stadtrat 2019 ausgerufen hat, weiterhin unbeachtet bleibt. Wo Entscheidungen über den städtischen Raum, den wir uns alle teilen, nur wenige Einzelne begünstigen. Wir fordern eine klimagerechte und soziale Politik, weil Gesundheit und Lebensqualität jetziger und kommender Generationen hiervon nicht zu trennen sind.

Als Zusammenschluss der Kölner Klima-, Verkehrs-, Umwelt- und Naturschutzorganisationen sind wir breit aufgestellt und betrachten die städtische Politik aus vielfältigen Perspektiven. Uns ist bewusst: Für nachhaltige Lösungen gehen soziale, wirtschaftliche und ökologische Fragen Hand in Hand. Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung werden vor diesem Hintergrund nicht um ihrer selbst willen ergriffen, sondern sind ein Baustein lebenswerter und zukunftsfähiger Kommunen. Mit unseren 13 Forderungen zeigen wir exemplarisch, was notwendig und möglich ist, sobald der effektive Schutz von Mensch und Umwelt im Fokus der politischen Entscheidungsfindung steht.

Die politischen Vertreter*innen aller Einwohner*innen Kölns – im Stadtrat, den Bezirksvertretungen und in Position der*des OB – fordern wir auf, ihr Handeln zum Wohle der Stadt umfassend und konsequent am Ziel: Klimaneutral bis 2035 auszurichten.

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