Klimanews to GO 10.01.2020

Klima-News to Go: Die Up- und Downsides in Sachen Klima  in dieser Woche im Rückblick:
        
Rückblicke
Australien:
Die Buschbrände in Australien wüten immer noch weiter. Eine erneute Hitzewelle droht.
Bisher  fielen laut Queensland Fire and Emergency Services Gebiete von 107.000 Quadratkilometern den Bränden zum Opfer. Zum Vergleich: Bei den im Sommer wütenden Bränden im Amazonas-Regenwald wurden schätzungsweise 906.000 Hektar Urwald verwüstet. Die verbrannte Fläche in Australien entspricht dem Zwölffachen davon .
Ca, 1 Milliarde Tiere sind verbrannt.
Die Sonne ist durch den Rauch verdunkelt. Der Rauch wandert über den Ozean nach Neuseeland und nach Chile (https://orf.at/stories/3150315/).
Ein Ende der Brände ist nicht abzusehen, da eine erneute Hitzewelle droht. Zwar hat des Australien schon immer Buschbrände gegeben, jedoch ist dieses extreme Ausmaß auf den Klimawandel zurück zu führen.

Umso krimineller, dass der Australische Präsident an der Kohleverstromung festhalten will und mit deutscher Unterstützung von Siemens. 
Der Konzern Adani will in Australien rund 60 Millionen Tonnen fördern und in Indischen Kraftwerken verbrennen.
So würden 80 Millionen Tonnen CO₂ jährlich freigesetzt. Das entspricht etwa einem Zehntel des CO₂-Gesamtjahresausstoßes Deutschlands. Siemens hat den Auftrag, die Signaltechnik für die Eisenbahn zu bauen, deren Waggons die schwarze Last an die 200 Kilometer entfernte Küste transportieren sollen. Dort, am Rande des Meeresschutzgebiets um das durch erhöhte Wassertemperaturen ohnehin schwer geschädigte Große Barriereriff, wird der Hafen von Abbot Point für Schiffsriesen ausgebaggert, die diese Kohle nach Indien transportieren sollen. Es wäre der größte Exporthafen für Kohle weltweit. (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fridays-for-future-siemens-kaeser-brief-1.4748616)
Für Siemens ist es Miniauftrag mit möglicherweise gravierenden Folgen für das Riff.
Deshalb hat Fridays For Future mit einer Email-Aktion darauf aufgerufen, von Joe Kaeser zu fordern, den Auftrag nicht abzuwickeln.
Am kommenden Montag wird es daher auch in Köln eine Demo gegen den Kohleabbau von Siemens in Australien geben.
Norwegen
Norwegen hat am Dienstag ein riesiges Ölfeld eröffnet.  In der Tiefe liegt Öl im Wert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar. Damit kann die Förderung bis in die 2070er-Jahre hinein aufrecht erhalten werden. Damit wird so viel Treibhausgase aus der Erde geholt, dass sie einer Studie zufolge in einem durchschnittlichen Jahr einmal 40 Prozent der norwegischen Gesamtemissionen ausmachen werden. (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/norwegen-erdoel-johan-sverdrup-1.4747060)
Norwegen deckt den eigenen Energiebedarf zum großen Teil mit grüner Energie und füllt mit dem Verkauf des Öls die Staatskassen. 
Das ist, wie Greta Thunberg sagt, reine Heuchelei.
Was muss alles noch passieren, bis die Politik aufwacht?
Deutschland
Alles haben es mitbekommen: Eine Oma – fährt nicht mehr im Hühnerstall Motorrad denn sie darf nicht Gegenstand von Satire sein. Der Sturm, den der Intendant durch seine Reaktionen ausgelöst hat, hat sich noch nicht gelegt.
Dass der WDR-Intendant mit der Löschung des Videos und seiner Entschuldigung falsch lag, sagen ihm nicht nur seine Redakteure, sondern haben ihm auch 1500 Menschen zu verstehen gegeben, die am vergangenen Samstag demonstriert haben –  auch gegen die Rechten und die Vereinnahmung klimapolitischer Ziele für rechte Propanda.

Lichtblicke 
Kleiner Lichtblick:
Weniger Kohlestrom und dafür mehr Windkraft: Im Vergleich zu 1990 seien die CO2-Emissionen um etwa 35 Prozent gesunken, heißt es in der Jahresauswertung der Denkfabrik Agora Energiewende. Damit könnte das 40-Prozent-Ziel für das nun laufende Jahr überraschend wieder erreichbar sein. 
Aber: Die Emissionen im Verkehr sind gestiegen und der Ausbau der Windkraft stagniert. 
Ohne Windkraft werden wir weder den Kohleausstieg noch die Klimaschutzziele erreichen.Insofern sollte das einmal mehr Anreiz für die Groko für eine mutige Klimapolitik sein. Diese haben wir immer noch nicht.

 Ausblick:
Demo am 13.1. ab 18 Uhr gegen Siemens,
Kick Off Meeting Parents for Future Köln am Sonntag 12.01.
Amazonas: Der Kampf geht weiter, und so will ich auch gleich auf die am 18.1.2020 in Berlin stattfindenden Demonstration „Wir haben es satt“ hinweisen. Da es einen engen Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Klimakatastrophe und dem Mercosur-Handelsabkommen gibt, wird in diesem Jahr ein „Handelspolitischer Block“ mit an der Demo teilnehmen.
 
https://wir-haben-es-satt.de/informieren/aufruf/handelsblock/
 
Es soll darauf hingewiesen werden, dass mit dem Abkommen die falschen Signale gesetzt werden. Mit unserer auf Wachstum und Profit ausgerichteten Wirtschaftsweise belohnen wir die Zerstörung der Natur und damit unserer Lebensgrundlage. Wir lassen es zu, dass die Natur zu Gunsten kurzfristiger Profite zerstört, und damit der Klimawandel noch beschleunigt wird.

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