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Klimanachrichten von Klima hoch 3

KLIMANEWS DER WOCHE

13. Januar – 20. Januar 2026

Hallo zusammen,

die neuesten Daten zeigen, dass die globale Temperatur weiterhin ein Rekordniveau hält und Naturkatastrophen hohe Schäden verursachen. Die grüne Transformation ist trotzdem kein Selbstläufer: Die Chemieindustrie fordert angesichts steigender CO2-Kosten eine Reform des Emissionshandels.

Hier kommen die Klimanews der Woche.

Viele Grüße

Jakob

1) Waldbrände als teuerste Katastrophe: Naturkatastrophen 2025

Der Rückversicherer Munich Re beziffert die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen im Jahr 2025 auf 224 Milliarden US-Dollar und damit deutlich niedriger als 2024. Eine Entwarnung sei dies jedoch nicht. Nach Einschätzung des Konzerns war das geringere Schadensniveau vor allem Glück, da die USA trotz mehrerer sehr starker Hurrikane im Atlantik nicht direkt getroffen wurden.

Zunehmend prägend waren sogenannte Sekundärgefahren wie Überschwemmungen, schwere Gewitter und Waldbrände. Die dadurch verursachten Schäden erreichten 2025 mit 166 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand. Munich Re sieht darin einen klaren Zusammenhang zu steigenden globalen Temperaturen, die extreme Wetterereignisse verstärken.

Die teuerste Naturkatastrophe des Jahres waren Waldbrände in Los Angeles mit Gesamtschäden von 53 Milliarden US-Dollar, davon 40 Milliarden versichert. Damit war es das bislang kostspieligste Waldbrandereignis weltweit. Die Jahre 2023 bis 2025 waren zugleich die wärmsten seit Beginn der Messungen.

Zum Weiterlesen: ZeitSpiegeltaz

2) Copernicus Bericht: Globale Temperaturen weiter auf Rekordniveau

Nach Daten des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus setzte sich die globale Erwärmung 2025 weiter fort. Das Jahr war das drittheißeste seit Beginn der Aufzeichnungen und lag nur knapp unter den Rekordjahren 2023 und 2024. Die durchschnittliche globale Temperatur der vergangenen drei Jahre lag insgesamt bei mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau.

Bemerkenswert ist, dass die hohen Temperaturen 2025 trotz des kühlend wirkenden Klimaphänomens La Niña auftraten. Besonders in den Polarregionen wurden Rekorde gemessen, darunter eine außergewöhnlich hohe Jahresdurchschnittstemperatur in der Antarktis. Weltweit wurden zahlreiche neue Temperaturrekorde registriert, begleitet von Extremwetterereignissen wie Hitzewellen, Stürmen und Waldbränden.

Zum Weiterlesen: SpiegeltazZeitDW

3) Chemieindustrie drängt auf Reform des EU-Emissionshandels

Die deutsche Chemieindustrie und die Gewerkschaft IG BCE fordern in einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine schnelle Reform des europäischen Emissionshandels. Zwar habe das Instrument zur Senkung von Treibhausgasen beigetragen, sei aber in seiner aktuellen Ausgestaltung nicht mehr zukunftsfähig. Die CO2-Bepreisung benachteilige europäische Produzenten im internationalen Wettbewerb.

Im Brief an von der Leyen erklären sie, klimaneutrale Produkte seien deutlich teurer, während zugleich zentrale Voraussetzungen für die Transformation fehlten, insbesondere günstiger erneuerbarer Strom, Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen sowie Netze und Infrastruktur. Der Chemieverband VCI und IG BCE plädieren dafür, die kostenlose Zuteilung von CO2-Zertifikaten auf dem Niveau von 2025 zu stabilisieren und die weitere Verknappung abzuflachen. Perspektivisch soll der europäische Grenzausgleichsmechanismus CBAM Nachteile im internationalen Wettbewerb mindern.

Zum Weiterlesen: TagesspiegelZeit

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