Was geschah im Gremberger Wäldchen?

Samstag, 12.04.2025, 15:30h
An die vergessenen NS-Verbrechen im Gremberger Wäldchen erinnern!
Öffentliche Informations- und Gedenkveranstaltung, NS-Gedenkstätte im Gremberger Wäldchen, Köln
Zwischen 1942 und dem 8. April 1945 befand sich im Gremberger Wäldchen, unmittelbar neben der Autobahn A4, ein sogenanntes „Krankensammellager“ für Zwangsarbeiter:innen, überwiegend Menschen aus der Sowjetunion und Polen. Heilung und Pflege standen hier nicht im Vordergrund, hunderte Menschen wurden durch medizinische Unterversorgung und Mangelernährung ermordet: Der Ort entwickelte sich zu einem Sterbelager.
Am 8. April 1945 wurde das Lager auf Befehl des NSDAP-Kreisleiters Schaller geräumt. Ein Volkssturmkommando schoss durch die Fenster der Baracken und trieb die Menschen vor das Lagertor. Die bettlägrigen Menschen wurden in ihren Baracken lebendig verbrannt. Keiner der bekannten Täter wurde jemals von einem Gericht bestraft. Die Geschichte des Lagers und der dort begangenen Verbrechen sind in der Kölner Öffentlichkeit bis heute nahezu unbekannt.
Anlässlich des 80. Jahrestages der Räumung des Lagers möchten wir mit Berichten von Zeitzeug:innen, Informationen zum „Krankensammellager“ und musikalischen Beiträgen an das Geschehen erinnern und der verschleppten und ermordeten Menschen erinnern.
Mit Beiträgen von
- AG Bodendenkmal (Initiative Gremberger Wäldchen bleibt!)
- Matthias Lammers (Historiker)
- und weiteren Personen
Musik
- Igor Epstein (Violine)
- Ornamentum Musicum (Chor)
- Chor für Alle (Violine, Akkordeon)
Alle interessierten Menschen sind herzlich eingeladen!
Die Veranstaltung findet draußen und (außer bei Sturm) bei jedem Wetter statt!
Eine Veranstaltung der Arbeitsgruppe Bodendenkmal (Initiative Gremberger Wäldchen bleibt!) in Zusammenarbeit mit In-Haus e.V. und Weltmusik-Akademie-Interkulturelles Zentrum e.V.
Unterstützt von Stiftung KalkGestalten und gefördert mit Mitteln der Bezirksvertretung Kalk
