Wertstoff-Recycling

Die Wiederverwendungsquote von Produkten oder ihren Materialien kann einerseits durch eine gute getrennte Sammlung und Erfassung und andererseits durch ein recyclingfreundliches Produktdesign gesteigert werden. Noch längst haben nicht alle Kölner Haushalte die gelbe Tonne für die Wertstoffsammlung angeschafft, geschweige denn eine Biotonne.

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Grünflächen erhalten

Aufgrund der Bedeutung der Grünflächen für die Entwicklung der Stadt Köln und vor dem Hintergrund der Klimakrise richten sich unsere Forderung dreistufig auf die Erhaltung, den Ausbau und die Aufwertung der Grünflächen. Dabei heben wir das Kölner Grünsystem als Kernelement für eine klimaresiliente Stadtentwicklung hervor.

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Bürger:innenbeteiligung

Um dem Klimanotstand zu begegnen sind Weichenstellungen großer Tragweite gefordert. In der Vergangenheit zeigte sich jedoch auf Seiten der Politik häufig ein Mangel an Mut für disruptive Entscheidungen.

Der Überforderung der Politik kann durch Bürgerbeteiligung begegnet werden, die den Bürger:innen die Entscheidungskompetenz überlässt. Auf diese Weise können Bürger:innen abgeholt und die Last der Verantwortung von der Politik genommen werden.

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Anreize schaffen – Fördermaßnahmen ausbauen

In Bereichen, bei denen eine Kommune keine Möglichkeit hat, gewisse Qualitäten verpflichtend einzufordern, bestehen dennoch viele Handlungsmöglichkeiten, mit denen private Akteur:innen zu klimafreundlichen Maßnahmen befähigt und angehalten werden können. Diese Spielräume sind von der Stadt Köln maximal zu nutzen.

  • Wir fordern eine finanzielle, kommunikative und personelle Erweiterung der vorhandenen Fördermaßnahmen mit eindeutig nachhaltiger Zielsetzung (Grün hoch 3, Altbausanierung und Energieeffizienz, Klima-Schritte, SmartCity Cologne GO, Erneuerbare Energien).
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städtische Eigenbetriebe – öffentliche Organisationen

Neue Zielsetzungen des Volkswirtschaftens

  • Die Stadt Köln sollte alle öffentliche Organisationen und Unternehmen [1] auf die Gemeinwohl-Bilanzierung verpflichten. Da öffentliche Organisationen und Unternehmen im Sinne der Daseinsvorsorge im Interesse der Einwohner:innen handeln sollten, ist es wichtig, dass bei der Erstellung einer Gemeinwohlbilanz die Berührungsgruppen, insbesondere die Lieferant:innen, Kund:innen und gesellschaftlich betroffenen Gruppen in einem demokratischen Verfahren adäquat eingebunden werden.

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Nachhaltiges Bauen

Aufsuchende Beratung, systematische Fortbildung, Leerstände vermeiden

Zur Unterstützung privater und institutioneller Gebäudeeigentümer bei der Umsetzung von Maßnahmen mit klaren Nachhaltigkeits-Zielen (z.B. Nachverdichtung, PV/Solarthermie, Dämmung, Begrünung, Entsiegelung etc.) muss die Verwaltung der Stadt Köln eine aktive, professionelle, progressive und partnerschaftliche Unterstützung bieten.

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Abfallvermeidung

Der beste Abfall ist der, der überhaupt nicht entsteht. Ein großes Optimierungspotential bei der Einsparung von Ressourcen besteht nach der Anschaffung bzw. dem Gebrauch zwischen der Entscheidung, dass man sich von etwas entledigen will und der Behandlung durch die Entsorgungswirtschaft.

  • Wir fordern, dass die Stadt Köln ein flächendeckendes, lebendiges Reparatur- und Sharingnetz schafft. Teil dieses Netzes sind Reperatur-Cafés auf der einen Seite, in denen Bürger:innen Geräte unter Anleitung reparieren können, die sie sonst weggeworfen hätten, und Mikrodepots für Wertstoffe und funktionsfähige Produkte auf der anderen Seite, zu denen Bürger:innen Gegenstände bringen können, die sie nicht mehr nutzen möchten. Diese Mikrodepots folgen dem Motto “Ich brauch’s nicht, brauchst Du’s?” und für sie gibt es zahlreiche kommunale Vorbilder.
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Lebensmittelrettung

Wir fordern die Einführung städtisch organisierter Kooperationsmodelle zwischen Hilfsorganisationen wie der Tafel e.V., Foodsharing e.V., The Good Food und Handel und Gewerbe zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Unternehmen, die sich der Teilnahme verweigern, sollen die Abfallgebühren drastisch erhöht werden.

Die Stadt Köln sollte hier mit gutem Beispiel voran gehen und die in Modellversuchen bereits erprobte konsequente Lebensmittelabfallvermeidung in städtischen Kantinen, Schulen, Kitas, Mensen forcieren. Die Stadt Köln soll diese Ergebnisse flächendeckend umsetzen.

Wir fordern eine Speiseabfalltonnenpflicht für die Gastronomie. Es hat sich gezeigt, dass Beratungsangebote für die Gastronomie zur Entsorgung von organischen Abfällen und Speiseresten notwendig sind, damit die verpflichtende Einführung einer Speiseabfalltonne akzeptiert wird.

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Bürger:innenbildung und -aktivität

Möglichst alle Bürger:innen sollten Zugang zu Informationen über Grundlagen und Handlungsoptionen im Klimaschutz sowie die Möglichkeit haben, sich aktiv in die Belange ihres Stadtteils einzubringen. Daher sollten bestehende Klima- und Umweltberatungsprogramme sowie städtische Förderungsprogramme für Klima- und Umweltschutz fortgesetzt und erweitert werden.

  • Sinnvoll ist eine dauerhafte Durchführung von Informationskampagnen, welche die Bevölkerung und die Wirtschaft über die Handlungsmöglichkeiten zum Klima- und Umweltschutz informieren,motiviert und Projekte unterstützt. Als mögliche Partner kommen die Volkshochschule, die Verbraucherzentrale, Stiftungen, Presse, Kreishandwerkerschaft, IHK und Unternehmer in Betracht.
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Arbeitgeber

Köln auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune

Die Stadt Köln und ihre Gesellschaften müssen auch als Arbeitgeber wegweisend sein und Standards definieren, die dem sich aktuell vollziehenden gesellschaftlichen Wertewandel vor- und nicht nachlaufen.

  • Wir fordern eine Abschaffung der Kostenerstattung von Dienstreisen per Flugverkehr für alle städtischen Mitarbeiter:innen in Kurzflugdistanz (unter 1500 km bzw. 15 Bahnstunden).
  • Städtischen Mitarbeiter:innen muss ein Recht auf Homeoffice gewährt werden, sofern nicht zwingende Gründe dagegen sprechen.
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